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Vorbei! - Ein dummes Wort!

Predigt am Pfingstsonntag 2019 im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu Johannes 16,1-15 Pfingsten, liebe Gemeinde, sind wir gewohnt zu feiern als das „Geburtsfest der Kirche.“ Mal fröhlich und heiter, mal räsonierend über die Geistvergessenheit der Kirche, mal euphorisch redend von einer besseren Zukunft. Ich habe für dieses Pfingstfest in der Vorbereitung einen Predigttext ausgewählt, der dazu nicht so ganz passen will. Denn er redet nicht über die Kirche , sondern zur Gemeinde . Und spricht sie an in ihrer grundsätzlichen Krise, die sich nicht aus Mitgliederschwund und Finanzkraft-Verlust speist, sondern aus den leeren Händen, mit denen wir dastehen. Nichts ist vorzuweisen, was greifbar wäre. Der, um den sich alles dreht, ist vorbei, gestorben am Kreuz, „auferstanden“ behaupten wir, aber nicht da, kannst nicht drauf zeigen und ihn vorführen. Vorbei. Der Predigttext geht zurück an den Anfang der Krise: Jesus auf dem Weg mit den Jüngern, spricht von seinem nahen To...

"...damit diese Welt leben kann"

Predigt zu Johannes 6,47-51 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen…“ Liebe Gemeinde, für den Evangelisten Johannes geht es ums Leben, wenn es um den Glauben an Jesus Christus geht, ums Leben von Anfang an. Um des Lebens willen ist das Wort Fleisch geworden, weil Gott will, dass wir leben und dass diese Welt Leben hat. Veronika aber beschließt zu sterben.    „Ihr Entschluss zu sterben hatte zwei einfache Gründe, und sicher würden viele Menschen sie verstehen, wenn sie sie in einer entsprechenden Erklärung darlegte.  Der erste Grund war: Ihr Leben verlief gleichförmig, und wenn die Jugend erst einmal vorbei war, würde es nur noch abwärtsgehen. Sie würde altern, krank werden, Freunde verlieren. Letztlich würde Weiterle...

Ich will unter ihnen wohnen

Predigt zu Hesekiel 37,24-28   in der Christvesper am Heiligen Abend, 24. Dezember 2018 in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf Liebe Gemeinde, als Predigttext zu dieser Christvesper ist uns ein Wort des Propheten Ezechiel vorgeschlagen. Um Ihnen den Zugang zu erleichtern: Ezechiel, der ihnen auch unter dem Namen Hesekiel begegnen kann, lebte als Prophet in Babylon. Er zählte zu den aus Jerusalem Verschleppten aus den babylonischen Kriegen im 6. Jahrhundert vor Christus. Als Sohn eines Priesters des Jerusalemer Tempels wird er vorgestellt und vertritt ein Denken, das sich ganz eng mit dem Tempel und dem Tempelkult verbindet. Der Text setzt ziemlich unvermittelt ein: Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gew...