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Vater, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was Sie tun...

Infantile Gesellschaft und reifer Glaube... Predigt zu Lukas 23,32-49 an Karfreitag 2017 in der Johanneskirche Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden.Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu.Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber!Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!Da antwortete der an...

Freiheit braucht Grenzen

Predigt zum Sonntag Invokavit am 5.3.2917 in der Johanneskirche Die Geschichte vom Sündenfall also, liebe Gemeinde, gilt es heute zu erzählen und zu predigen,  jene Geschichte, wie man uns erzählte, in der „das Weib“, die „alte Schlange“, den Mann verführte, - vielleicht durften Frauen deshalb bis ins letzte Jahrhundert hinein bei uns nicht Pfarrerin und in der katholischen Kirche bis heute nicht Priesterinnen werden –    Strafe für das „Weib“, das ihren Mann verführt - mit einem Apfel, lüstern anzusehen, weshalb alle Lüsternheit und Lust von Übel ist und uns im Halse steckenbleibt, wenn wir denn davon reden müssten, dass wir sie empfinden, die Lust: Und dann hüpft der Adamsapfel im Hals und du druckst herum und versuchst hinunterzuschlucken, was doch heraus gehörte und gesagt zu dem geliebten Weibe. Nein, über die Lust, darüber spricht man nicht, es sei denn öffentlich vor laufenden Kameras, oder über die Lust der anderen. Doch im Allgemeinen und in der ...

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf

Die Predigt zum Nachhören

Den Seinen gibts der HERR im Schlaf

Predigt zu Markus 4,26-29 im Dietrich Bonhoefferhaus Troisdorf „Chen jiten lidido schena“ – Man muss es schon auf Hebräisch hören, das Wort vom Schlaf aus dem 127. Psalm, um darin quasi das In-den-Schlaf-Wiegen zu spüren: Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf. Weshalb er selbst wohl schläft, demonstrativ, im Boot, als seine Jünger in Todesgefahr auf dem Meer sich mühen, am Leben zu bleiben. „Chen jiten lidido schena“ – Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf. „Habt ihr noch keinen Glauben?“ fragt er. Heißt: Wer glaubt, kann auch schlafen.  Und es darin dem Herrn gleich tun, der ruhte am siebten Tag von aller Mühe und Plage. Sabbatlich leben, heißt glauben. Denn den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf. Und damit sie es verstehen und sich zu Herzen nehmen, die Seinen, darum erzählt er ihnen die folgende Geschichte - Markus 4,26-29: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same...

"...der Ort, darauf Du stehst, ist heiliges Land..."

Predigt zu 2. Mose 3,1-12a am letzten Sonntag nach Epiphanias in der Johanneskirche  Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Und der HERR sprach: Ich habe das Elen...

Was würde Jesus dazu sagen?

Die Predigt zum Nachhören zu Hebräer 13,7-8 anlässlich des 125. Geburtstages Martin Niemöllers in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf Im Gottesdienst wurden ausschließlich Lieder aus der Zeit des Kirchenkampfes gesungen. Der Mitschnitt beginnt mit dem Glaubenslied Rudolf Alexander Schröders: Wir glauben Gott im höchsten Thron und endet mit dem Gemeindegesang "Es mag sein, dass alles fällt..." Die Predigt beginnt bei 2:51 min.

Was würde Jesus dazu sagen?

Predigt zu Hebräer 13,7-8  anlässlich des 125. Todestages von Martin Niemöller Liebe Gemeinde, der Hebräerbrief hat im Blick, dass Glaube eine Geschichte hat. Keine abstrakte, sondern eine, die immer Lebensgeschichte ist. Lebensgeschichte von Menschen, die geglaubt haben. Von der Wolke der Zeugen spricht der Hebräerbrief, wir haben das in der Lesung gerade gehört. In den letzten Ermahnungen, im 13. Kapitel heißt es dann: „Gedenket Eurer Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Ich nehme dieses Bibelwort gerne als Ausgangspunkt meiner Erinnerung und Auseinandersetzung mit Martin Niemöller. Dass wir die nicht vergessen sollen, die durch Wort und Tat uns den Glauben bezeugt haben, ist das eine: Martin Niemöller, an den ich heute erinnern möchte, ist für mich und viele Menschen so einer. Mich hat in meinem Christwerden und Christsein dies...