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Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser

oder: von Chaos und Kosmos, Leben und Tod. Predigt zu 1. Mose 1 in der Sommerkirchen-Reihe "Wasser" Ernest Hemingway erzählte 1952 in einer Novelle den Kampf des alten Fischers Santiago mit dem Meer. 84 Tage hat er ihm keinen Fisch entreißen können, als er wieder hinausfährt, weit hinaus in den Golf. Noch einmal will er es wagen, will siegen im Kampf gegen das Meer, den Hunger und die Vergeblichkeit. Und es geschieht. Ein riesiger Fisch beißt an, der Kampf beginnt. In den blutig werdenden Händen hält der Fischer das Tau, an dem der Fisch zieht, hinaus aufs offene Meer, den Fischer samt Boot. Zwei Tage kämpft er mit dem Tier, ehe es ihm gelingt, den erschöpften Fisch mit der Harpune zu töten. Dann schleppt er das Tier am Haken durchs Meer zurück, die vermeintliche Trophäe eines Sieges hinter sich. Doch Haie greifen an, der Fischer verliert seine Harpune, kämpft weiter verzweifelt mit dem Messer, bis es bricht, gegen die Räuber aus dem Meer. Doch sie bleiben Sieger. Als ...

Brockensammlung - Die Predigt

Predigt zu Lukas 9, 10-17 am 7. So.p.Trin. Und die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zurück, die heißt Betsaida. Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Aber der Tag fing an, sich zu neigen. Da traten die Zwölf zu ihm und sprachen: Lass das Volk gehen, damit sie hingehen in die Dörfer und Höfe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen sollen und für alle diese Leute Essen kaufen. Denn es waren etwa fünftausend Mann. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich setzen in Gruppen zu je fünfzig. Und sie taten das und ließen alle sich setzen. Da nahm er die fünf ...

Brockensammlung

Ich freu mich drauf, am kommenden Sonntag mal wieder einen "ganz normalen" und sehr konventionellen Gottesdienst feiern zu dürfen mit einer Predigt zu Lukas 9,10-17 Und die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich, und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zurück, die heißt Betsaida. Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Aber der Tag fing an, sich zu neigen. Da traten die Zwölf zu ihm und sprachen: Lass das Volk gehen, damit sie hingehen in die Dörfer und Höfe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen sollen und für alle diese Leute Essen kaufen. Denn es waren etwa fünftausend Mann. Er sprach aber zu seine...

Gott ist im Himmel - Du bist auf Erden

Predigt a n Himmelfahrt 2013 zu Apostelgeschichte 1,4-12 Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen z...

Gegen die Sprachlosigkeit des Sterbens

Predigt zu Mt 27,33-50 an K arfreitag Wenn ich einmal soll scheiden… Liebe Gemeinde, der Kunst zu leben, geht die Kunst zu sterben voraus. Die Klugen hat Gott zuvor gelehrt, zu bedenken, dass wir sterben müssen. Nur Toren achten nicht das Ende ihrer Zeit. Wer es aber bei Zeiten lernt, wird leben, auch wenn er stürbe. Manch einer muss erst den Hauch des Todes spüren, ehe er das Leben lernt: „Nein, ich will leben. Ich will auf alle Fälle leben. Aber nicht, um wieder in diesen blinden Trott zu verfallen, noch schneller, noch mehr, sondern ich will ein Leben leben, das einen Sinn ergibt und sich den Menschen nähert.“  (21ff.) Christoph Schlingensief schreibt das, an Krebs erkrankt, nur ahnend, dass er, der Regisseur so vieler Bühnen, längst nicht mehr Regie führt auf der Bühne seines Lebens. Er, Christoph Schlingensief, schreit nach Leben. Sein Tagebuch „So schön wie hier kann‘s im Himmel gar nicht sein!“ berührt und bewegt in diesem Ruf nach Leben und ...