Mein treuer Gott, auf Deiner Seite bleibt dieser Bund wohl fest bestehn...

Zum Umgang mit Menschen, die die Kirche verlassen…

Predigt zu Lukas 15,11-32
am 3. Sonntag nach Trinitatis, am 20. Juni 2021, in der Markuskirche Hemmerich


Liebe Gemeinde,

es ist schwer zu ertragen: Die Kirchenaustritte haben gewaltig zugenommen. In diesen Tagen ging über meinen Schreibtisch die Tagesordnung eines Presbyteriums einer Gemeinde mit rund 4000 Gemeindegliedern, da waren es in einem Monat über 30 Kirchenaustritte. Das ist das Dreifache dessen, was die Gemeinde sonst im Schnitt monatlich erlebt.

Das kann uns nicht egal sein! Es stellt uns nicht nur vor die Herausforderung, dass diese Erosion der Kirchenmitgliedschaft unsere Strukturen und die Organisation der Kirche in ihrer uns bekannten Existenz gefährdet, sondern vielmehr ist es eine Herausforderung an unseren Glauben und unsere Theologie. Und es könnte sein, dass wir im Versuch, diese Herausforderungen für Glauben und Theologie aufzunehmen, mehr für unser Kirche-Sein und unser Verhältnis zu anderen Menschen gewinnen, als in bloßen Korrekturen an Strukturen und Veränderungen der Organisation.

Ich will mit dieser Predigt gerne dazu einen Impuls geben und Sie anregen, Ihrerseits eigene Denkversuche zu unternehmen und das Gespräch darüber zu suchen.

Ich lege meinem Denkversuch die Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 zugrunde. Sie erzählt nicht nur von denen, die gegangen sind, sondern auch von denen, die zurückkommen und jenen, die geblieben sind; vor allem aber von einem Vater, dessen Treue unverbrüchlich blieb:

Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich einem deiner Tagelöhner gleich! Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.


Liebe Gemeinde, wahrscheinlich kennen Sie nicht nur eine, sondern haben selber eine: Eine Krimskrams-Schublade, in der all jenes einen Platz und Ort gefunden hat, was irgendwie zu ihrem Leben gehört, aber gegenwärtig darin nicht recht vorkommt.

Der Liebesbrief ist darin, der erste, den sie mir schrieb, damals. Und wenn ich die Schublade öffne, eher bei zufälliger Gelegenheit, manchmal, weil ich was suche, ohne zu wissen, was denn eigentlich, dann fällt er mir in die Hand.

Und ich entfalte ihn, das graue Umweltschutzpapier mit der pastellenen Zeichnung oben rechts in der Ecke, zart und kitschig, wie die Liebe, die wir damals versuchten, bis wir spürten, dass wir nicht wirklich reif waren für die Worte, die wir einander schrieben.

Das Bild ist da, das auf dem Schreibtisch stand des Vaters, mit der jungen Frau, die später meine Mutter sein sollte. Ein Bild von einem Menschen, den ich so nie gekannt habe, und der mir doch nahe ist, ein Bild, das mir auf geheimnisvolle Art und Weise etwas offenbart davon, warum ich bin. Vielleicht habe ich es deshalb aufgehoben, weil ich ja doch irgendwo in mir drin die Frage stelle, woher ich komme und wohin ich gehe.

Die alte Uhr liegt da, die erste, längst kaputt, mir aber ans Herz gewachsen. Der Taschenrechner, TI 30, was für ein Monster! Und irgendwo das Kreuz, das wir bekamen zur Konfirmation, und das ich trug wie einen Talisman unter dem Hemd. Ich weiß nicht mehr, wann ich es ablegte. Aber Marc, gewiss kein Frommer, trägt es heute noch.

Liebe Gemeinde, ich glaube, dass wir nicht nur in unseren Häusern, sondern auch in unseren Herzen und Köpfen, in unserem Denken und Fühlen, solche Schubladen haben, in denen wir die Reliquien unserer Biografie bewahren. Dinge des Lebens, die dazugehören, ohne dass wir sie recht zu integrieren, recht einzuordnen wüssten.

Menschen, die in die Kirche eintreten, - und ich fange mit denen an, weil sie die sind, die einmal gegangen sind, und irgendwann dann wieder mit uns in Kontakt treten und reden… Da können wir viel lernen über Menschen, die aus der Kirche austreten.

Menschen, die in die Kirche eintreten, jedenfalls die meisten der rund 250 Menschen, die ich in den letzten zwanzig Jahren in die Kirche aufgenommen habe, sind Menschen, die es gewagt haben, die Schublade ihres Lebens zu öffnen, darin zu kramen, sich dem zu stellen, was darin liegt an Vergangenem, nicht wirklich Vergessenem, an Geheimnissen und Gefühlen und Erinnerungen.

In der Minderheit sind es Menschen, die eben mal nur schnell eintreten wollen, weil sie einen Patenschein brauchen oder für einen Job in einer kirchlichen Einrichtung eine Kirchenmitgliedschaft nachweisen müssen.

Zumeist sind es Menschen, die sich mit einem Tun auseinandersetzen, das sie selbst verantwortet haben vor langer Zeit und nun nach einer Weile in der Fremde sich der Erinnerung stellen, einen Schritt in ihrem Leben kritisch unter die Lupe nehmen, die eigene Entscheidung revidieren, sich eingestehen, dass ich nicht mehr zu dem stehen kann, was ich einmal selbst für richtig hielt.

In der Fremde und nach geraumer Zeit erinnert sich der Sohn an das Leben beim Vater und an die Tagelöhner, die genug zum Leben haben. Sich das einzugestehen, einen Weg beschritten zu haben, der sich nun als nicht richtig, nicht tragfähig erweist, das ist ein nicht gering zu achtender und ein nicht hoch genug zu würdigender Schritt in der eigenen Biografie.

Sie merken, ich möchte an dieser Stelle gerne mit Klischees brechen, die wir im Kopf haben über Menschen, die die Kirche verlassen ebenso wie über Menschen, die zurückkehren. Zum Beispiel mit dem Klischee, als würden Menschen nur wegen der Kirchensteuer austreten und als wären, die, die später wieder eintreten, immer nur solche, die wie die viel zitierten Heuschrecken einmal kurz in die Kirche einfallen, weil sie es nun gerade mal nötig haben, aber kurze Zeit darauf wieder verschwinden; als wären es solche, die es nicht wirklich ernst meinten – sonst gingen sie ja wohl zum Gemeindepfarrer statt in die Kircheneintrittsstelle im Kirchenpavillon oder im Haus der Kirche.

Ich erlebe es anders. Und alles, was wir bisher an Untersuchungen dazu haben, bestätigt unsere Erfahrung mit Menschen, die zurückkehren. Der Kircheneintritt ist ein wohlüberlegter Schritt, dem meist ein längerer biografischer Prozess vorausgeht.

Ein Prozess, in dem Erinnerung an das, was Menschen mit Kirche erlebt haben, eine große Rolle spielt. Und da wird es ja für uns herausfordernd: Welche Erinnerungen nehmen die Menschen denn mit, wenn sie die Kirche verlassen? Und sind diese Erinnerungen von der Art, dass sie sie in ihre Schublade des Lebens packen, weil sie ihnen was bedeuten? Sind die Erfahrungen, die Menschen mit unserer Gemeinde und unserer Kirche machen, sind sie geeignet, einmal wieder eine Rolle zu spielen im Leben derer, die gegangen sind?

Da spricht viel „Bauchgefühl“ mit.

Dem Sohn knurrt der Magen und erinnert sich an die Tagelöhner, die genug zu essen haben.

Für einen Menschen, der wieder in die Kirche eintritt, kann es das Weihnachtsgefühl sein: „Ich bin letztes Jahr Weihnachten um ihre Kirche herumgeschlichen“, erzählte mir mal einer, „und hatte das Gefühl, wenn Du jetzt da rein gehst, dann ist das verlogen. Und dann bin ich wieder gegangen. Es war ein grässliches Weihnachten. Darum, Herr Pfarrer, möchte ich jetzt wieder eintreten, damit mir das dieses Jahr Weihnachten nicht wieder so geht.“

„Wissen Sie, jetzt wo das Kind da ist, da hab‘ ich daran gedacht, dass es doch eigentlich ganz schön war, die paar Kindergottesdienste, die ich erlebte. Ich war ja auch im evangelischen Kindergarten und dann in der Kindergruppe und die Konfizeit fand ich auch cool. Ich hab gedacht, das möchte ich für mein Kind auch. Darum will ich wieder in die Kirche kommen.“

„Und bei der Beerdigung meines Freundes, da hat mich die Trauerfeier ins Herz getroffen. Es war schon gut, dass da jemand von der Kirche war. Irgendwie hatte das etwas, was mich noch einmal ahnen ließ, dass das nicht alles sein kann mit dem Tod, und so. Und dann hab‘ ich gedacht: Das will ich auch, wenn ich mal in der Kiste liege. Dass jemand da ist, der die Menschen tröstet, die um mich trauern.“

„Eigentlich weiß ich gar nicht warum, aber irgendwie hat mir was gefehlt in all den Jahren. Ich kann gar nicht sagen, was eigentlich. Aber ich habe für mich gemerkt: Die Kirche gehört doch irgendwie dazu.“

An solchen Äußerungen, liebe Gemeinde, merken Sie, wie viel Erinnerungen, wie viel an Atmosphäre, wie viel Gefühl in dem Entschluss, wieder in die Kirche einzutreten, mitspielt. Und warum es aller Mühe wert ist, sich um die zu kümmern, die da sind.

Mich haben diese Gespräche immer wieder nachdenklich gemacht im Blick darauf, was wir Menschen, gerade jungen Menschen, für ein Gefühl für Kirche vermitteln.

Und ich benutzte bewusst das Wort „Gefühl“, wissend darum, dass die Evangelische Theologie im vergangenen Jahrhundert so ziemlich alle Energie darauf verwandt hat, es aus dem theologischen Denken zu verbannen.

Aber ich glaube in der Tat, dass weniger das, was wir an Glaubenswissen vermitteln, Menschen in Verbindung zur Kirche hält als das, was sie erfahren, was sie empfinden, was sie fühlen. Sie können sich an dieser Stelle ja gerne einmal selber befragen.

Wie es ja auch so ist, dass viele Menschen, die aus der Kirche austreten, nicht austreten, weil sie nicht glauben, sondern weil sie die Kirche für ihren Glauben nicht als hilfreich empfinden, wenn nicht gar als schädlich.

In den Gesprächen in der Kircheneintrittsstelle an meiner alten Stelle in Troisdorf, da hat es mich schockiert, was für Geschichten aus der Kirche ich zu hören bekam. Geschichten von Arroganz und Verletzung, von Pfarrerinnen und Pfarrern, die die Gefühle von Menschen mit Füßen getreten haben, die Formalien und Gesetze höher hielten als die Sehnsucht oder die Trauer oder die Suche der Menschen, die ihnen gegenüber saßen.

Erfahrungen, die Menschen dazu brachten, der Kirche den Rücken zu kehren. Es hat mich schockiert, weil es mir manches mal war, als würde ich in einen Spiegel schauen.

Ich habe für mich selbst in diesem Zusammenhang noch einmal gelernt, das Wort „Dienst“ für meine Arbeit und die der ganzen Kirche neu zu akzeptieren und zu füllen. Manchmal fordert dieser Dienst von uns einfach auch nur eine banale Dienstleistung.

Wie zum Beispiel die, dass Menschen, wenn sie zu uns ziehen, in der Kirche willkommen geheißen werden: Wie nehmen wir Kontakt auf mit ihnen?

Ich bin Menschen begegnet, die sind siebenmal umgezogen, ohne jemals von einer ihrer Gemeinde begrüßt worden zu sein. Wenn aber die Kirche so wenig Interesse zeigt, dann stellt sich schnell das Gefühl ein, dass mein Geld an anderer Stelle besser aufgehoben ist. Und Glauben kann ich ja auch ohne Kirche.

Glauben kann ich ja auch ohne Kirche.

Wir, die wir sonntags sogar in den Gottesdienst gehen, ziehen diesen Satz schnell in Zweifel. Und diejenigen, die wieder in die Kirche eintreten, scheinen uns ja darin zu bestätigen. Es kann dann ja wohl doch nicht gehen, zu glauben ohne Kirche.

Und dennoch hat der Satz: „Glauben kann ich auch ohne Kirche“ etwas Wahres. Und es wichtig, dass wir dieses Wahre ernst nehmen.

Liebe Gemeinde, was begründet eigentlich die Mitgliedschaft in der Kirche?

Richtig, die Taufe!

Und was passiert, wenn ein Mensch aus der Kirche austritt mit der Taufe? 

Nichts!

Die Taufe bleibt gültig: „Mein treuer Gott, auf deiner Seite, bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so lass mich nicht verloren gehn…“ singen wir zur Taufe.

Der Austritt aus der Kirche ist lediglich der bewusste Verzicht auf Rechte und Pflichten in der Organisationsform in der Institution Kirche. Die Mitgliedschaft zur Gemeinschaft der Heiligen aber ist um Gottes Willen unverbrüchlich.

Der Sohn bleibt ja auch in der Fremde der Sohn des Vaters. Die Sohnschaft endet nicht dadurch, dass der Sohn geht, das Geld verprasst und bei den Schweinen landet.

Wohl stellt sich der Sohn die Frage, ob er noch Sohn sein darf. Wie auch tatsächlich so mancher, der um einen Kircheneintritt bittet, ein Schuldgefühl hat, gerade dann, wenn er immer noch in derselben Gemeinde lebt, aus der er einst ausgetreten ist. Das ist ganz sicher für viele der Grund, warum sie in einer Kircheneintrittsstelle und nicht bei ihrem Pfarrer, ihrer Pfarrerin eintreten.

Aber dieses Schuldgefühl ist ihr Gefühl. Auf der Seite des Vaters ist klar: „Dieser mein Sohn… war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden.“ – Aber er war und ist „mein Sohn“.

Ich finde das eine wichtige Überlegung für uns als Gemeinden: Die Menschen, die einmal ausgetreten sind, die gehören immer noch zum Leib Christi, gehören zwar nicht mehr zur Kirche als Institution, wohl aber noch zu uns als Gemeinde Jesu Christi.

Ich frage seit dieser Erkenntnis, was das für uns bedeutet. Worin besteht die bleibende Verbundenheit? Gibt es diesen Menschen gegenüber eine Verpflichtung?

Wie, wann und wo könnte es gelingen, anzuknüpfen an ihre Kirchengeschichten in den Schubladen ihrer Biografien. Wie, wann und wo kann es gelingen, Menschen wieder ein Gefühl von Gemeinde, von Glauben und Vertrauen, von Geborgenheit und Trost zu vermitteln?

Und worin besteht unsere Freude, wenn Sie zurückkehren?

Verstehen wir die Botschaft Jesu an den älteren Bruder als Botschaft an uns: „Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein…“

Ich hatte mir angewöhnt, schon die Absichtserklärung, wieder in die Kirche eintreten zu wollen, mit dem Ausdruck sichtbarer Freude zu beantworten. „Wie schön!“

Dann kam das Treffen. In den seltensten Fällen musste ich fragen, warum sie ausgetreten sind, warum sie wieder eintreten wollen. Meist erzählen die Menschen von selbst. Machen ihre Schublade weit auf. Oft kommt nicht nur das Kreuz zum Vorschein, oft auch die Liebes- und Scheidungsbriefe, Kindheitserinnerungen und Elterntraumata, Sehnsüchte und Ängste, manchmal gibt es viel zu lachen, manchmal fließen Tränen.

Am Ende: Hin und wieder nur ein „Ich wünsche Ihnen gute Erfahrungen in der Kirche und Gottes Segen für Ihren Lebensweg“, meist aber schenkte ich einen Engel und las als Segenswunsch die Worte aus dem 91. Psalm: „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt…“

Wie wäre es, Ihr Lieben, wir würden damit nicht so lange warten, sondern ihnen, die auf Abstand stehen, entgegen gehen: Mit Interesse an ihrem Leben, an den Geschichten in der Krimskrams-Schublade ihres Lebens, nicht in der Absicht, sie zur Heimkehr zu nötigen, sondern in der gelassenen Haltung derer, die um Gottes bleibende Treue wissen und Menschen in der Vorfreude auf ein Fest begegnen, das größer ist als alle unsere Vernunft.

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