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"...damit diese Welt leben kann"

Predigt zu Johannes 6,47-51 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen…“ Liebe Gemeinde, für den Evangelisten Johannes geht es ums Leben, wenn es um den Glauben an Jesus Christus geht, ums Leben von Anfang an. Um des Lebens willen ist das Wort Fleisch geworden, weil Gott will, dass wir leben und dass diese Welt Leben hat. Veronika aber beschließt zu sterben.    „Ihr Entschluss zu sterben hatte zwei einfache Gründe, und sicher würden viele Menschen sie verstehen, wenn sie sie in einer entsprechenden Erklärung darlegte.  Der erste Grund war: Ihr Leben verlief gleichförmig, und wenn die Jugend erst einmal vorbei war, würde es nur noch abwärtsgehen. Sie würde altern, krank werden, Freunde verlieren. Letztlich würde Weiterle...

Ich will unter ihnen wohnen

Predigt zu Hesekiel 37,24-28   in der Christvesper am Heiligen Abend, 24. Dezember 2018 in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf Liebe Gemeinde, als Predigttext zu dieser Christvesper ist uns ein Wort des Propheten Ezechiel vorgeschlagen. Um Ihnen den Zugang zu erleichtern: Ezechiel, der ihnen auch unter dem Namen Hesekiel begegnen kann, lebte als Prophet in Babylon. Er zählte zu den aus Jerusalem Verschleppten aus den babylonischen Kriegen im 6. Jahrhundert vor Christus. Als Sohn eines Priesters des Jerusalemer Tempels wird er vorgestellt und vertritt ein Denken, das sich ganz eng mit dem Tempel und dem Tempelkult verbindet. Der Text setzt ziemlich unvermittelt ein: Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gew...

Hiobsbotschaften

Predigt zu Hiob 14,1-6  am Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres  in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf Als Gott der Herr die Welt schuf, am Anfang, da sprach er: „Es werde Licht!“ Und es ward Licht. Und Gott schied das Licht von der Finsternis und nannte das Licht „Tag“ und die Finsternis „Nacht“. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. So ward am Anfang die Zeit. Und sie wurde unterscheidbar, gegliedert, hat Rhythmus und Struktur: Abend und Morgen, Woche und Monat und Jahr. Das Kirchenjahr mit seiner Abfolge von Sonntagen erinnert uns in dieser Zeit an Gottes Zeit: Seine Zeit und Geschichte mit uns Menschen, seine Verheißungen und seine Zukunft. Heute, liebe Gemeinde, haben wird den Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres. Also nicht mehr den soundsovielten Sonntag nach dem Trinitatisfest, jener langen Zeit im Kirchenjahr, mit der man nicht so recht etwas anzufangen weiß, sondern endlich mal wieder ein Sonntag, der ei...