Predigt in der Schlosskirche Bonn im Rahmen der Predigtreihe zum Apostolischen Glaubensbekenntnis am Sonntag Rogate, 25. Mai 2025 Liebe Gemeinde, das ist schon der Gipfel, auf den uns die Predigtreihe in der Schlosskirche heute führt: „Er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters…“ Höher geht es nimmer, aber Gott sei Dank, wird es von da auch wieder herabgehen… davon später mehr. Ich lade Sie ein, in dieser Predigt mit mir einmal das Bild, das ja einer monarchischen, autokratischen Welt entlehnt ist, dieses Bild demokratisch kritisch zu betrachten, um am Ende sich an seinem anarchistischen Potential zu freuen. Das hilft mir dann, darüber zu sprechen, warum mein Glauben genau diese Hoffnung braucht, an der sie zweifeln kann. Was mir schließlich zu einer Frömmigkeit hilft, die zu beten wagt und sich doch herausgefordert fühlt, das Gerechte selbst zu tun zu versuchen. Also ein kleiner Spaziergang vom Gipfel der Vernunft über Glaube und Zweifel in d...
Damit es auch nicht untergeht: Ich möchte noch für Ihre Weihnachtspredigt danken. Sie haben Worte gefunden, die greifen. Und so muss es sein, nicht aus geschmäcklerischen Gründen, sondern weil die Theologie sonst für die Katz ist. Das Gesülze, das man leider zu oft hört, die homiletisch-liturgischen Endlosschleifen (besonders übel, wenn man etwa in die im Fernsehen übertragenen Weihnachtsgottesdienste hineinzappt), sind doch wahrhaft unerträglich. Es geht ja schließlich um etwas.
AntwortenLöschenUnd als Sie davon sprachen, dass man den Begriff "ewig" nicht temporal, wie es oft fälschlich geschieht, sondern qualitativ auffassen muss, dachte ich, ich höre mich selber reden. Habe mit diesem Thema schon länger Umgang. Am allerhäufigsten wird der Fehler bei der "ewigen Liebe" begangen, etwas, das man sich - in temporaler Kategorie - natürlich niemals versprechen kann, ohne vermessen zu sein. Ganz anders sieht es dabei freilich aus, wenn man den Anhauch des Ewigen vor Augen hat. Da kann man dann nicht nur, sondern sollte unbedingt etwas versprechen, nämlich das Bemühen oder noch besser: die Offenheit.