Ich muss nachsitzen: Vor den Ferien waren soviel Gottesdienste hintereinander, dass ich nicht dazu kam, die Predigten einzustellen. Jetzt habe ich wieder angefangen und es wird danach gefragt. Also stelle ich nachträglich noch die ein oder andere Predigt ein; z. B. die Liedpredigt in der Predigtreihe: "Singet dem Herrn ein neues Lied" unserer Sommerkirche: Predigt zu Lied: Wir stehen im Morgen Liebe Gemeinde, sie merken, heute geht es in unserem Gottesdienst tänzerisch zu. Das verdanken wir dem Lied, das ich für diesen Gottesdienst ausgewählt habe: „Wir stehen im Morgen“. Dort ist nicht nur vom Tanz die Rede, sondern die Melodie des Liedes orientiert sich an der Gigue, einem populären Tanz aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in der Regel ein Solotanz für Frauen mit zahlreichen Sprüngen und Hüpfern. Hans-Jürgen Hufeisen hat die Melodie des Liedes in Anlehnung an die alte Tanzform komponiert, Jörg Zink den Text geschrieben: „Wir stehen im Morgen. Aus Gott ein Schein dur...
Predigt in der Schlosskirche Bonn im Rahmen der Predigtreihe zum Apostolischen Glaubensbekenntnis am Sonntag Rogate, 25. Mai 2025 Liebe Gemeinde, das ist schon der Gipfel, auf den uns die Predigtreihe in der Schlosskirche heute führt: „Er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters…“ Höher geht es nimmer, aber Gott sei Dank, wird es von da auch wieder herabgehen… davon später mehr. Ich lade Sie ein, in dieser Predigt mit mir einmal das Bild, das ja einer monarchischen, autokratischen Welt entlehnt ist, dieses Bild demokratisch kritisch zu betrachten, um am Ende sich an seinem anarchistischen Potential zu freuen. Das hilft mir dann, darüber zu sprechen, warum mein Glauben genau diese Hoffnung braucht, an der sie zweifeln kann. Was mir schließlich zu einer Frömmigkeit hilft, die zu beten wagt und sich doch herausgefordert fühlt, das Gerechte selbst zu tun zu versuchen. Also ein kleiner Spaziergang vom Gipfel der Vernunft über Glaube und Zweifel in d...
Predigt zu Römer 5,1-5 am Sonntag Reminiscere in der Friedenskirche in Bonn Kessenich "Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus…" Was für ein frommer Wunsch, liebe Gemeinde, heute morgen: Gnade und Friede…mit Euch! Paulus schreibt ihn gerne am Anfang seiner Briefe an die Gemeinden in Rom oder Korinth oder Galatien so zwischen 50 und 60 nach Christus, in Zeiten, in denen diese jungen Gemeinden sich in ersten Konflikten manchmal gnadenlos bekämpften und erste ernste Verfolgungen von Staat und Gesellschaft zu erleiden hatten. Gnade sei mit Euch und Friede… auch Euch heute hier in der Friedenskirche, da unser innerkirchlicher Stress durch das Kleiner-Werden unserer Kirche sich lächerlich ausnimmt gegen die Not der Welt und die Kriege und das Leid der anderen. Was für ein frommer Wunsch: Gnade und Friede mit Euch! Unser Predigttext des Sonntages will aus diesem Wunsch für uns heute morgen, für Dich und mich und diese Welt, will er aus...
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