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Gastfreundschaft - Die Predigt zum Nachhören

Hier gibt es die Predigt aus dem Gottesdienst mit den Mitarbeitenden des Kirchencafés zum Nachhören.

Gastfreundschaft

Predigt im Gottesdienst mit den Mitarbeitenden des Kirchencafés in der Johanneskirche zu 1. Mose 18,1-8 Sonntag, 24. September 2017 - Johanneskirche Liebe Gemeinde, Geschichten, die das Leben schreibt, hier im Kirchencafé. Erzählungen von Begegnungen, manchmal heiter, manchmal ernst, manchmal traurig, anrührend oft, unangenehm hin und wieder… Café – Geschichten. Menschen, die das Leben teilen in Erzählungen. Für einen kurzen Augenblick nur -  die einen; ziehen weiter wie ein flüchtiger Schatten. Andere kommen wieder, immer und immer wieder, haben das Kirchencafé zum zweiten Wohnzimmer gemacht… wenn sie denn überhaupt ein erstes haben. Am Ende aber gehen sie alle. Wie viele Menschen wir in den rund 15 Jahren Kirchencafé schon ins „Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist…“ still und leise verabschiedet haben? Das Kirchencafé ist wohl ein Ort zum Verweilen, nicht aber zum Bleiben. Gäste sind Gäste, Gemeinschaft auf Zeit… Muss man das begründen? Muss m...

Von der Auferstehung derer, die tot waren, mitten im Leben

Eine Ostergeschichte, erzählt zu Markus 1,40-45 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen. Was ist das für eine Geschichte, liebe Gemeinde? Eine Wundergeschichte werden wir auf den ersten Blick sagen und mit unserem Verstand hängen bleiben an dem Satz, der unserem Verstand zu schaffen macht, weil er ihm nicht einleuchten will, jener Satz, wo es heißt: „Und sogleich ist der Aussatz von ihm weggegangen und er ward gereinigt.“ Diese Heilung eines Aussätzigen, das Wunder der Krankengenesung, das zieht uns in seinen Bann, als wäre es die ganze Geschichte, die wir gelesen hätten. Ist es aber nicht! Da steht vieles davor, vor diesem Satz, und vieles dahinter, im Anschluss an diesen Satz und noch mehr zwischen den Zeilen, als dass wir uns begnügen dürften, uns mit der bloßen Problematik der Heilung eines Kranken auseinanderzusetzen. Was ist das für eine Geschichte, liebe Gemeinde? Eine ...

Das Fest beginnt...!

Predigt zu Johannes 7,37-39 am Sonntag Exaudi in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht. Liebe Gemeinde, unser Leben sein ein Fest. Das jedenfalls ist Gottes Wille. Das Leben ein Fest. Und der Geist der Freudenmeister. Das ist Gottes Zusage an diesem Sonntag. Und den Lebensdurstigen gilt sie zu allererst: Kommt her zu mir und trinkt, die ihr ausgetrocknet seid nach Leben wie ein alter Schwamm nach Wasser, kommt her und trinkt! Am letzten Tag des Festes ertönt dieser Ruf, so wird erzählt. Am letzten Tag des Festes, wo der Jammer sich breitmacht, weil das Fest sich seinem Ende zu neigt. Das Fest is...

Vater, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was Sie tun...

Infantile Gesellschaft und reifer Glaube... Predigt zu Lukas 23,32-49 an Karfreitag 2017 in der Johanneskirche Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden.Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu.Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber!Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!Da antwortete der an...

Freiheit braucht Grenzen

Predigt zum Sonntag Invokavit am 5.3.2917 in der Johanneskirche Die Geschichte vom Sündenfall also, liebe Gemeinde, gilt es heute zu erzählen und zu predigen,  jene Geschichte, wie man uns erzählte, in der „das Weib“, die „alte Schlange“, den Mann verführte, - vielleicht durften Frauen deshalb bis ins letzte Jahrhundert hinein bei uns nicht Pfarrerin und in der katholischen Kirche bis heute nicht Priesterinnen werden –    Strafe für das „Weib“, das ihren Mann verführt - mit einem Apfel, lüstern anzusehen, weshalb alle Lüsternheit und Lust von Übel ist und uns im Halse steckenbleibt, wenn wir denn davon reden müssten, dass wir sie empfinden, die Lust: Und dann hüpft der Adamsapfel im Hals und du druckst herum und versuchst hinunterzuschlucken, was doch heraus gehörte und gesagt zu dem geliebten Weibe. Nein, über die Lust, darüber spricht man nicht, es sei denn öffentlich vor laufenden Kameras, oder über die Lust der anderen. Doch im Allgemeinen und in der ...